Besonderes Unverständnis hatten die 60 Gäste, als Herr Dr. Dörsam darstellte, dass die Kapazitätsbedarfe auf Zahlen beruhen, die von der Wirklichkeit überholt wurden. Der Bedarf an einer neuen Trasse ist wesentlich geringer als noch vor 10 Jahren. Wenn man darüber hinaus betrachtet, mit wieviel Engagement und der Beteiligung der Kommunen, Bürger, Verbände und Organisationen im Dialogforum Schiene eine Lösung in der Form von Alpha-E erarbeitet wurde und zu der der damalige verantwortliche Bahn-Vorstand allen beteiligten freudig gratulierte, um so unverständlicher ist das aktuelle Vorgehen der Deutschen Bahn bei ihren Planungen der Neubaustrecke. Bürgerbeteiligung ist hier leider Fehlanzeige.
Die zahlreichen Fragen der Gäste zeigten, wie unterschiedlich die Sorgen und Ängste der Bevölkerung zu den Planungen der Deutschen Bahn sind. Auch wenn diese Strecke erst in 30-40 Jahren befahren wird, so wird es spätestens mit Baubeginn in möglicherweise 10 Jahren zu erheblichen Einschränkungen für die Menschen in der Samtgemeinde Salzhausen kommen.
Die UWG dankt Herrn Dr. Dörsam für den informativen Vortrag und den erhellenden Erkenntnissen über ein Neubauprojekt, was mit aller Macht und gegen die Interessen der Bevölkerung der Samtgemeinde, das Landkreises und sogar der Landesregierung in Hannover durchgedrückt werden soll.
Wir müssen gemeinsam mit allen Bürgerinnen und Bürgern und über alle Parteien hinweg für eine Bürgerbeteiligung und die Berücksichtigung der Interessen der Samtgemeinde Salzhausen in Sachen Neubaustrecke der Deutschen Bahn kämpfen.